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Täglicher Drawdown

Trading-Lexikon

Definition

Der tägliche Drawdown bezeichnet den maximalen Verlust, den ein Handelskonto innerhalb eines einzelnen Handelstags erleiden darf. Diese Grenze wird in der Regel als Prozentsatz oder als fixer Geldbetrag auf Basis der Kontogröße angegeben. Sie dient dazu, das Risiko zu kontrollieren und übermäßige Verluste in kurzer Zeit zu verhindern, insbesondere in strukturierten Umgebungen wie dem Prop Trading.

Beispiel

In einer Prop-Firm-Challenge kann ein Trader beispielsweise ein Konto mit 100.000 US-Dollar und einer täglichen Drawdown-Grenze von 5 Prozent erhalten. Das bedeutet, dass an einem Handelstag nicht mehr als 5.000 US-Dollar verloren werden dürfen. Wird diese Grenze verletzt, sei es durch geschlossene Positionen oder je nach Regelwerk sogar durch offene Verluste, kann das Konto disqualifiziert werden.

Nimmt ein Trader zu Beginn des Tages schnell mehrere Verlusttrades, kann er die tägliche Drawdown-Grenze bereits nach wenigen Positionen erreichen. Genau deshalb ist diszipliniertes Risikomanagement so wichtig. Viele erfolgreiche Trader setzen sich intern eine noch strengere Tagesgrenze, etwa zwei bis drei Prozent Verlust, um ihr Konto zusätzlich zu schützen.

Der tägliche Drawdown beeinflusst auch das Handelsverhalten. Trader müssen Overtrading vermeiden, bei hoher Volatilität die Positionsgröße reduzieren und wissen, wann sie nach Verlusten bewusst vom Markt wegbleiben sollten.

Wer tägliche Drawdown-Grenzen konsequent respektiert, schützt sein Kapital, bleibt konstanter und erhöht die Wahrscheinlichkeit, Evaluierungen zu bestehen und langfristig finanziert zu bleiben.

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