Trading-Lexikon
In den Finanzmärkten bezeichnet Equity zum einen Eigentum an einem Unternehmen, das typischerweise durch Aktien repräsentiert wird. Zum anderen beschreibt der Begriff den Wert eines Vermögenswerts nach Abzug der damit verbundenen Verbindlichkeiten. Im Trading-Kontext meint Equity meist den aktuellen Wert eines Handelskontos unter Berücksichtigung offener Positionen.
Verfügt ein Trader über ein finanziertes Konto mit 10.000 US-Dollar und hält offene Positionen mit einem nicht realisierten Gewinn von 500 US-Dollar, liegt seine Kontoequity bei 10.500 US-Dollar. Gerade im Prop Trading ist die laufende Überwachung der Equity entscheidend, weil viele Firmen ihre Drawdown-Regeln auf Equity-Basis statt nur auf dem Kontostand berechnen.
Wenn eine Prop Firm zum Beispiel einen maximalen Drawdown von 10 Prozent festlegt, darf die Equity des Traders nie unter 9.000 US-Dollar fallen. Wer die Equity konsequent überwacht, bleibt innerhalb der Risikovorgaben und schützt seinen finanzierten Status.
Damit ist Equity nicht nur ein Bilanzbegriff, sondern im aktiven Handel eine operative Kernkennzahl für Risiko und Kontostabilität.
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