Trading-Lexikon
Die Key Rate Duration misst, wie empfindlich der Preis einer Anleihe oder eines Anleiheportfolios auf Veränderungen einzelner Zinssätze an bestimmten Punkten der Zinskurve reagiert. Im Unterschied zur klassischen Duration betrachtet sie nicht nur eine allgemeine Zinsbewegung, sondern zerlegt das Zinsrisiko nach Laufzeiten. Dadurch lässt sich das Zinsrisiko präziser analysieren und steuern.
Portfolio-Manager und Zinstrader nutzen die Key Rate Duration, um festzustellen, ob ein Portfolio beispielsweise besonders stark auf Veränderungen im Zwei-Jahres-, Fünf-Jahres- oder Zehn-Jahres-Bereich reagiert. So kann gezielt entschieden werden, an welcher Stelle der Zinskurve eine Absicherung aufgebaut oder eine Positionierung verstärkt werden soll.
Gerade bei komplexen Anleiheportfolios reicht eine einzige Durchschnittsduration oft nicht aus, um das tatsächliche Risiko abzubilden. Die Key Rate Duration schafft hier deutlich mehr Präzision und hilft, einzelne Zinssegmente isoliert zu betrachten.
Für makroorientierte Händler ist sie deshalb ein wertvolles Werkzeug, wenn Marktmeinungen sehr gezielt auf bestimmte Laufzeiten ausgerichtet werden sollen.
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