Trading-Lexikon
Arbitrage ist die Praxis, denselben Vermögenswert gleichzeitig auf unterschiedlichen Märkten zu kaufen und zu verkaufen, um von Preisunterschieden zu profitieren. Grundlage ist die Tatsache, dass ein identischer Vermögenswert an verschiedenen Börsen, Handelsplätzen oder in unterschiedlichen Regionen zeitgleich leicht abweichend bewertet sein kann. Arbitragemöglichkeiten bestehen meistens nur sehr kurz, weil sich Märkte in der Regel schnell angleichen.
Ein Trader stellt zum Beispiel fest, dass Gold an einer Börse zu 1.950 US-Dollar und an einer anderen zu 1.953 US-Dollar gehandelt wird. Kauft er am günstigeren Handelsplatz und verkauft gleichzeitig am teureren, sichert er sich theoretisch einen Gewinn von 3 US-Dollar pro Einheit bei sehr geringem Marktrisiko.
Im Prop-Trading-Kontext müssen Arbitragestrategien jedoch mit hoher Präzision und Geschwindigkeit umgesetzt werden, weil sich das Zeitfenster oft innerhalb von Sekunden schließt. Zudem dürfen Trader nicht nur auf die Preisdifferenz schauen, sondern müssen auch Handelsgebühren, Ausführungsgeschwindigkeit und Slippage berücksichtigen.
Wer mit Kapital einer Prop Firm arbitrageähnliche Strategien einsetzt, muss besonders diszipliniert arbeiten. Schon kleine Ausführungskosten können die gesamte Profitabilität zunichtemachen, wenn sie bei der Planung nicht sauber einkalkuliert wurden.
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