Trading-Lexikon
Der Kondratieff-Zyklus, auch bekannt als K-Welle, ist eine langfristige Wirtschaftstheorie, die besagt, dass kapitalistische Volkswirtschaften wiederkehrende Expansions- und Kontraktionszyklen von etwa 40 bis 60 Jahren erleben. Benannt nach dem russischen Ökonomen Nikolai Kondratieff, werden diese Zyklen durch große technologische Innovationen und Verschiebungen in der Kapitalinvestition angetrieben. Jeder Zyklus ist durch Phasen des Booms, der Stagnation und des Niedergangs gekennzeichnet.
Befürworter der Kondratieff-Zyklustheorie argumentieren, dass die Zeit nach der Finanzkrise 2008 eine Phase verlängerter Stagnation darstellte, die mit der Abschwungphase einer K-Welle übereinstimmt, während der Aufstieg der digitalen Technologie möglicherweise den Beginn einer neuen Expansionsphase vorantreibt. Für langfristige Makro-Trader und Investoren kann das Verständnis dieser breiten Wirtschaftszyklen helfen, mehrjährige Positionierungen in Sektoren und Asset-Klassen zu informieren, die in bestimmten Phasen tendenziell outperformen – wie Rohstoffe bei inflationären Expansionen oder Anleihen bei deflationären Kontraktionen.
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