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Kaufkraftparität

Trading-Lexikon

Definition

Die Kaufkraftparität ist ein wirtschaftliches Konzept, nach dem sich Wechselkurse langfristig an den Preisniveaus verschiedener Länder orientieren sollten. Vereinfacht gesagt sollten identische Güterkörbe in unterschiedlichen Währungen theoretisch denselben Wert haben. Das Modell wird genutzt, um Währungen grob als unter- oder überbewertet einzuschätzen.

Beispiel

In der Praxis weichen reale Wechselkurse oft über lange Zeiträume von der Kaufkraftparität ab. Gründe dafür sind unter anderem Handelshemmnisse, Transportkosten, unterschiedliche Konsummuster, Kapitalflüsse und geldpolitische Einflüsse.

Trotzdem ist die Kaufkraftparität für Ökonomen und Makroinvestoren nützlich, weil sie einen langfristigen Referenzrahmen für Währungsbewertungen liefert. Wenn eine Währung weit über oder unter ihrem theoretischen Kaufkraftniveau liegt, kann das in langfristigen Modellen eine Rolle spielen.

Für kurzfristige Trader ist die Kaufkraftparität meist kein direkter Trigger, aber sie hilft dabei, große makroökonomische Zusammenhänge besser zu verstehen.

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