Trading-Lexikon
Margin-Handel beschreibt den Handel mit geliehenem Kapital oder auf Basis einer Sicherheitsleistung, um größere Positionen zu kontrollieren, als mit dem eigenen Guthaben allein möglich wäre. Dadurch steigt die Marktexponierung überproportional an. Der Hebeleffekt vergrößert potenzielle Gewinne, erhöht aber gleichzeitig auch das Verlustrisiko erheblich.
Ein Trader kann mit einer relativ kleinen Margin-Anforderung eine deutlich größere Position im Markt bewegen. Das macht Margin-Handel attraktiv, wenn sich ein Markt schnell in die erwartete Richtung bewegt. Gleichzeitig reichen aber auch kleine Gegenbewegungen aus, um das Konto stark zu belasten.
Wer Margin-Handel professionell betreibt, muss freie Margin, Stop-Loss-Management und Positionsgröße ständig überwachen. Andernfalls drohen Margin Calls oder automatische Positionsschließungen durch den Broker.
Im Prop Trading ist Margin-Handel besonders sensibel, weil Regelverletzungen durch zu hohe Exponierung schnell zu Disqualifikation oder Kontoverlust führen können.
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